
Wir „Bürger für den Landkreis Weilheim-Schongau“ stehen für Politik ohne Parteibuch – getragen von Erfahrung, Verantwortung und gesundem Menschenverstand
Die Einzigartigkeit und Schönheit unseres Landkreises verpflichtet uns:
mit Fachkompetenz sachorientierte Entscheidungen zu treffen :: uns nachhaltig und parteifrei zu engagieren :: uns an den Bedürfnissen der Menschen zu orientieren :: bürgernah, gerecht und transparent zu arbeiten
Wirtschaft
Der Landkreis Weilheim-Schongau steht für wirtschaftliche Vielfalt und Stärke. Das Leitmotiv „Weilheim-Schongau – die ganze Vielfalt Oberbayerns“ spiegelt sich besonders im Wirtschaftsleben wider: vom innovativen Start-up über leistungsfähige mittelständische Betriebe bis hin zu international tätigen Industrieunternehmen. Handwerk, Dienstleistung, Handel, produzierendes Gewerbe und globale Konzerne prägen gemeinsam eine breit aufgestellte und stabile Wirtschaftsstruktur.
Diese Vielfalt ist ein entscheidender Standortvorteil. Branchen wie Automotive, Antriebs-, Produktions- und Verfahrenstechnik, Biotechnologie, Gesundheits- und Medizintechnik sowie Tourismus- und Finanzwirtschaft bilden ein resilientes Fundament und sorgen für eine vergleichsweise robuste Arbeitsmarktsituation im Landkreis.
Gleichzeitig stehen viele Betriebe zunehmend unter Druck. Internationale Krisen, steigende Energiepreise und geopolitische Unsicherheiten wirken sich direkt auf Unternehmen vor Ort aus. Hinzu kommen strukturelle Herausforderungen wie Fachkräftemangel, fehlender bezahlbarer Wohnraum und eine wachsende Bürokratie, die Investitionen und Wachstum bremsen.
Deshalb ist für uns klar: Wirtschaftsförderung muss zur Chefsache werden. Der Landrat trägt eine zentrale Verantwortung dafür, gute Rahmenbedingungen für Unternehmen zu schaffen, bestehende Betriebe zu stärken und neue Perspektiven zu ermöglichen.
Wir unterstützen ausdrücklich die Gründung eines Wirtschaftsfördervereins (WIFÖ), in dem Kreisentwicklung, Unternehmen, Kammern und Wirtschaftsverbände eng zusammenarbeiten. Ziel ist es, Wachstumspotenziale frühzeitig zu erkennen, Hemmnisse abzubauen und den Wirtschaftsstandort Weilheim-Schongau aktiv weiterzuentwickeln.
Ein weiterer zentraler Baustein ist die Etablierung eines Technologietransferzentrums (TTZ) auf Beschluss des Kreistags. Es soll Unternehmen ermöglichen, angewandte Forschung direkt im Landkreis in Auftrag zu geben. Dadurch bleibt Wissen aus Hochschulen – insbesondere der Hochschule München – in der Region und wird für heimische Betriebe nutzbar.
Gleichzeitig wird der Landkreis für junge Ingenieurinnen und Ingenieure, Fachkräfte und Gründerinnen und Gründer attraktiver. Sie finden hier nicht nur Arbeitsplätze, sondern echte Zukunftsperspektiven – sei es als Impulsgeber in bestehenden Betrieben oder als Gründer eigener Unternehmen. Denn klar ist: Die Start-ups von heute schaffen die Arbeitsplätze von morgen.
Land- und Forstwirtschaft
Die Land- und Forstwirtschaft ist ein zentraler Pfeiler unseres Landkreises Weilheim-Schongau. Jeder zehnte Arbeitsplatz im vor- und nachgelagerten Wirtschaftsbereich hängt direkt oder indirekt von ihr ab. Sie ist damit nicht nur wirtschaftlich bedeutsam, sondern prägt auch unsere Landschaft, unsere Kultur und unsere Identität.
Zahlreiche rinderhaltende Betriebe stehen für vorbildliche Tierhaltung und ein hohes züchterisches Leistungsniveau. Die regelmäßige Vermarktung von Zuchttieren in der Hochlandhalle in Weilheim genießt weit über die Landkreis- und Landesgrenzen hinaus großes Ansehen und unterstreicht die Qualität unserer heimischen Landwirtschaft.
Unsere starken Betriebe – ob biologisch oder konventionell wirtschaftend – sind zugleich unverzichtbare Partner im Vertragsnaturschutz und im Klimaschutz. Die vielen Voll-, Neben- und Zuerwerbsbetriebe pflegen artenreiche Kulturlandschaften und tragen entscheidend dazu bei, das charakteristische Bild unseres Landkreises zu erhalten.
Landwirtschaft bedeutet heute weit mehr als die Erzeugung hochwertiger Lebensmittel. Unsere bäuerlichen Familienbetriebe leisten einen wichtigen Beitrag als Energiewirte mit Biogas, Photovoltaik und Energieholz, als Anbieter von Urlaub auf dem Bauernhof, als Lernorte auf Schulbauernhöfen oder durch die Pflege ökologisch sensibler Flächen wie Feuchtwiesen und Trockenrasen. Dieses vielfältige Engagement verdient Anerkennung und die volle Unterstützung durch Politik und Gesellschaft.
Auch die Forstwirtschaft steht vor großen Herausforderungen. Beim notwendigen Umbau unserer Wälder übernehmen bäuerliche Forstbetriebe gemeinsam mit den Waldbauernvereinigungen (WBV Weilheim und Schongau) sowie der staatlichen Forstverwaltung Verantwortung. Ziel ist der Aufbau klimaresistenter, nachhaltiger Mischwälder, die auch kommenden Generationen eine sichere Grundlage bieten.
Besonders wichtig ist für uns die Sicherung der staatlichen Agrarverwaltung am Standort Weilheim. Die Landwirtschaftsschule mit dem Schwerpunkt Ökologischer Landbau sowie die Hauswirtschaftsschule leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur Aus- und Weiterbildung und zur Zukunftsfähigkeit der land- und forstwirtschaftlichen Betriebe im Landkreis.
Das von der UN-Generalversammlung für 2026 ausgerufene „Internationale Jahr der Frauen in der Landwirtschaft“ unterstützen wir ausdrücklich. Es macht die zentrale Rolle von Frauen in der Land- und Forstwirtschaft sowie im Ernährungssektor sichtbar und würdigt ihren unverzichtbaren Beitrag zur Ernährungssicherheit und zur Entwicklung des ländlichen Raums.
IT & Digitalisierung
Die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung ist eine der zentralen Zukunftsaufgaben für Gemeinden und das Landratsamt im Landkreis Weilheim-Schongau. Unser Ziel ist es, Verwaltungsleistungen für Bürgerinnen und Bürger sowie für Unternehmen einfacher, schneller und möglichst vollständig online zugänglich zu machen – ohne dabei Menschen auszuschließen.
Der digitale Wandel wird auf Landesebene durch Initiativen wie die Hightech Agenda Bayern und die Zukunftskommission „Digitales Bayern 5.0“ aktiv vorangetrieben. Diese Entwicklungen wollen wir im Landkreis konsequent nutzen und sinnvoll umsetzen. Der Einsatz moderner digitaler Werkzeuge, einschließlich KI-gestützter Anwendungen, kann standardisierte Verwaltungsprozesse beschleunigen, sicherer machen und Mitarbeitende spürbar entlasten.
Zentrale Leitlinien unserer Digitalstrategie sind Standardisierung, effiziente Abläufe und eine hohe Nutzerfreundlichkeit. Digitale Prozesse reduzieren Bearbeitungszeiten, vermeiden Medienbrüche und ermöglichen es, Anträge rund um die Uhr online zu stellen und zu bearbeiten. Das erhöht die Geschwindigkeit und Transparenz von Verwaltungsentscheidungen.
Gleichzeitig verbessert eine digitale Verwaltung die Erreichbarkeit und Servicequalität. Bürgerinnen und Bürger können Leistungen ortsunabhängig über PC, Smartphone oder Tablet nutzen. Das spart Zeit, reduziert Wege und senkt den Bedarf an persönlichen Vorsprachen, ohne den direkten Kontakt vollständig zu ersetzen.
Auch die heimische Wirtschaft profitiert erheblich von einer leistungsfähigen digitalen Verwaltung. Schnellere Genehmigungsverfahren, weniger Bürokratie und klare digitale Abläufe stärken den Wirtschaftsstandort Weilheim-Schongau nachhaltig und schaffen Planungssicherheit für Unternehmen.
Standardisierte IT-Lösungen und zentrale digitale Dienste bieten zudem langfristige Einsparpotenziale für ehren und den Landkreis. Voraussetzung für den Erfolg ist jedoch die Akzeptanz bei den Mitarbeitenden. Digitalisierung bedeutet Veränderung – deshalb müssen Beschäftigte frühzeitig eingebunden, qualifiziert und kontinuierlich begleitet werden.
Ein besonderes Augenmerk legen wir auf Datenschutz und IT-Sicherheit. Hohe technische und organisatorische Sicherheitsstandards sind unverzichtbar, um sensible Daten zu schützen und Vertrauen in digitale Angebote zu gewährleisten.
Gleichzeitig gilt für uns: Digitalisierung darf niemanden ausschließen. Auch künftig müssen Bürgerinnen und Bürger ohne digitale Zugänge oder Kompetenzen uneingeschränkt Zugang zu allen Verwaltungsleistungen haben. Digitale Angebote ergänzen den persönlichen Service – sie ersetzen ihn nicht vollständig.
Mobilität & ÖPNV
Der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) gewinnt im Landkreis Weilheim-Schongau zunehmend an Bedeutung. Er ergänzt den motorisierten Individualverkehr sinnvoll und bietet eine wichtige Alternative für Alltag, Beruf, Ausbildung und Freizeit. Eine moderne Mobilitätspolitik muss dabei die unterschiedlichen Bedürfnisse im städtischen wie im ländlichen Raum berücksichtigen.
Mit dem Beitritt zum MVV Münchener Verkehrsverbund eröffnen sich neue Chancen, den ÖPNV über Landkreisgrenzen hinweg weiterzuentwickeln und besser zu vernetzen. Besonders wichtig ist dabei der bedarfsgerechte Ausbau der Ost-West-Verbindungen im Landkreis, insbesondere in Richtung Peiting, Schongau und Altenstadt, im Einklang mit der bestehenden Nahverkehrsplanung.
Unser Ziel ist es, die verschiedenen Verkehrssysteme sinnvoll miteinander zu verknüpfen. Stadtbusse, schnelle Expressbuslinien wie der Alpenbus, On-Demand- und Rufbussysteme im ländlichen Raum – etwa der Blaue Landbus – sowie die Angebote der Bahn sollen zu einem abgestimmten Gesamtangebot zusammengeführt werden. So entsteht ein attraktiver, flexibler und verlässlicher ÖPNV, der für viele Menschen eine echte Alternative zum eigenen Auto darstellt.
Auch wenn der Landkreis nicht in allen Bereichen unmittelbar zuständig ist, setzen wir uns konsequent für wichtige Schienenprojekte ein. Dazu zählen die Modernisierung der Pfaffenwinkelbahn und die Elektrifizierung der Ammerseebahn sowie die Reaktivierung der Fuchstalbahn mit einer Anbindung nach Landsberg und einem Ringschluss in Kaufering. Diese Maßnahmen stärken die regionale Mobilität, entlasten Straßen und leisten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.
Eine gut ausgebaute, verlässliche und vernetzte Mobilität erhöht die Lebensqualität im Landkreis, stärkt den Wirtschaftsstandort und sorgt für bessere Erreichbarkeit – heute und in Zukunft.
Schulen, Bildung & Berufsausbildung
Der Landkreis Weilheim-Schongau zeichnet sich durch ein breites und qualitativ hochwertiges Bildungsangebot aus. Von allgemeinbildenden Schulen bis hin zu beruflichen Bildungseinrichtungen bietet der Landkreis jungen Menschen sehr gute Voraussetzungen für ihren Bildungs- und Lebensweg.
Als Sachaufwandsträger trägt der Landkreis Verantwortung für vier Realschulen, drei Gymnasien, drei sonderpädagogische Förderzentren, zwei Berufsschulen, eine Fach- bzw. Berufsoberschule sowie die Landwirtschaftsschule. Ergänzt wird dieses Angebot durch zahlreiche Schulen und Ausbildungseinrichtungen in privater Trägerschaft, die das Bildungsprofil des Landkreises zusätzlich stärken.
Ein wichtiger Baustein für zeitgemäßen Unterricht ist die digitale Ausstattung der Schulen. Das gemeinsam von Kreistag, Lehrkräften und IT-Fachleuten entwickelte Schul-IT-Konzept ermöglicht moderne Unterrichtsformen und wird kontinuierlich weiterentwickelt und evaluiert. So stellen wir sicher, dass Digitalisierung sinnvoll eingesetzt wird und den Lernalltag unterstützt.
Der Landkreis investiert kontinuierlich in den Erhalt und die Weiterentwicklung seiner Schulen. Aktuell werden die Realschule Peißenberg saniert und erweitert. In der weiteren Planung befinden sich das sonderpädagogische Förderzentrum in Altenstadt sowie der Schulkomplex Realschule/Gymnasium in Penzberg. Diese Maßnahmen sichern zeitgemäße Lernbedingungen und eine bedarfsgerechte Infrastruktur.
Um jungen Menschen auch von außerhalb eine Berufsausbildung im Landkreis zu ermöglichen, setzen wir uns – vorbehaltlich entsprechender Förderzusagen des Freistaats Bayern – für den Bau eines AZUBI-Wohnheims ein. Damit schaffen wir zusätzliche Voraussetzungen, um dem Fachkräftemangel zu begegnen und Ausbildungsbetriebe gezielt zu unterstützen.
In enger Zusammenarbeit mit Schulen, Ausbildungsbetrieben und weiteren Partnern wollen wir unseren Kindern und Jugendlichen die bestmöglichen Chancen für schulische Allgemeinbildung und eine qualifizierte berufliche Ausbildung bieten – als Grundlage für eine starke Zukunft unseres Landkreises.
Gesundheitsversorgung
Eine qualitativ hochwertige und gut erreichbare Gesundheitsversorgung ist ein zentraler Baustein für Lebensqualität und Sicherheit im Landkreis Weilheim-Schongau. Die medizinische Landschaft steht dabei vor tiefgreifenden Veränderungen, auf die wir mit klaren und verantwortungsvollen Antworten reagieren wollen.
Die moderne Medizin ist zunehmend von Spezialisierung, Ambulantisierung und steigenden finanziellen Anforderungen geprägt. Hochwertige Spitzenmedizin kann nicht mehr flächendeckend angeboten werden, sondern erfordert spezialisierte medizinische Zentren. Gleichzeitig werden immer mehr Behandlungen ambulant durchgeführt. Diese Entwicklung ist medizinisch sinnvoll und wirtschaftlich notwendig, stellt aber neue Anforderungen an Strukturen, Vernetzung und Erreichbarkeit.
Mit der aktuellen Krankenhausreform werden diese Veränderungen beschleunigt. Sie erfordert entschlossene Entscheidungen und frühzeitiges Handeln, um die medizinische Versorgung im Landkreis langfristig qualitativ hochwertig und finanzierbar zu sichern.
Unser Ziel ist eine Gesundheitsversorgung, die auf zwei starken Säulen basiert: einer flächendeckenden haus- und fachärztlichen Primärversorgung in allen Gemeinden sowie regionalen und überregionalen medizinischen Zentren mit klaren Schwerpunkten.
Die Hausärztinnen und Hausärzte bleiben die erste und wichtigste Anlaufstelle für Patientinnen und Patienten. Wo immer möglich, wollen wir sie vor Ort unterstützen – etwa durch kommunale Hilfe bei der Bereitstellung von Praxisräumen oder durch enge Zusammenarbeit mit den Gemeinden.
Das SOGESUND soll dauerhaft eine zentrale Rolle in der Gesundheitsversorgung des Landkreises einnehmen. Bereits heute können dort zahlreiche Krankheitsbilder im ambulanten OP-Zentrum behandelt werden. Damit hat das SOGESUND das Potenzial, als Vorreiter der Ambulantisierung gestärkt aus der Gesundheitsreform hervorzugehen. Als sektorenübergreifender Versorger soll es zudem als wichtige Schnittstelle fungieren und Behandlungen an Kliniken der Schwerpunkt- oder Maximalversorgung koordinieren.
Die ambulante fachärztliche Versorgung ist bereits in allen Teilen des Landkreises vorhanden. Diese wollen wir weiter stärken und besser mit dem Krankenhaus Weilheim-Schongau vernetzen. Wir unterstützen ausdrücklich das Vorhaben der Krankenhaus Weilheim-Schongau GmbH, zusätzliche Fachärztinnen und Fachärzte für das SOGESUND zu gewinnen.
Gleichzeitig setzen wir uns für den Ausbau des Krankenhauses Weilheim zu einem Schwerpunktversorger (Level-2-Krankenhaus) ein. So sichern wir dauerhaft eine hochwertige stationäre Versorgung im Landkreis. Landkreisübergreifende Versorgungskonzepte sowie eine enge Anbindung an universitäre Zentren der Maximalversorgung wollen wir gezielt weiterentwickeln.
Diese notwendigen Strukturveränderungen bedeuten für Patientinnen und Patienten teilweise längere Wege und eine höhere Mobilität. Sie verbessern jedoch die Qualität der medizinischen Versorgung und tragen dazu bei, diese langfristig finanzierbar zu halten. Durch eine gut vernetzte Struktur von der hausärztlichen Versorgung bis hin zur spezialisierten Spitzenmedizin wollen wir Akzeptanz, Vertrauen und Versorgungssicherheit im Landkreis nachhaltig stärken.
Familie, Jugend, Soziales & Senioren
Familien sind das Fundament unserer Gesellschaft. Ein lebenswerter Landkreis braucht Angebote und Strukturen, die Menschen in allen Lebensphasen unterstützen – von der Kindheit über die Jugend bis ins hohe Alter. Unser Ziel ist es, Rahmenbedingungen zu schaffen, die stärken, begleiten und Teilhabe ermöglichen, ohne zu bevormunden.
Kinder & Familien
Jedes Kind verdient beste Chancen auf Bildung, Förderung und Betreuung – unabhängig von Herkunft, Einkommen oder sozialem Umfeld. Wir unterstützen die Gemeinden bei der Bedarfsplanung und beim Ausbau moderner, flexibler und innovativer Kinderbetreuungsangebote. Angesichts des kommenden Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung für Schulkinder ist es uns wichtig, praktikable Lösungen gemeinsam mit den Städten und Gemeinden zu entwickeln.
Als Sachaufwandsträger investieren wir kontinuierlich in unsere kreiseigenen Schulen und setzen uns für moderne Lernbedingungen, zeitgemäße Ausstattung und faire Bildungschancen ein. Kein Kind darf auf der Strecke bleiben – dafür stehen wir.
Jugendliche
Jugendliche brauchen Freiräume, Orientierung und echte Beteiligungsmöglichkeiten. Wir setzen uns für eine starke Jugendarbeit im gesamten Landkreis ein und wollen Angebote zur Demokratiebildung gezielt ausbauen – insbesondere an den landkreiseigenen Schulen. Projekte, die Eigeninitiative, Verantwortungsübernahme und Mitbestimmung fördern, sollen ideell und finanziell unterstützt werden.
Mit vergleichsweise überschaubarem Mitteleinsatz kann hier viel erreicht werden. Erfolgreiche Formate wie Diskussions- und Beteiligungsprojekte vor Ort wollen wir stärken und weiterentwickeln. Ebenso wichtig sind passende Mobilitätsangebote für junge Menschen – auch abends und am Wochenende – damit Teilhabe nicht an fehlender Erreichbarkeit scheitert.
Soziale Arbeit & Ehrenamt
Soziale Arbeit in den Städten und Gemeinden ist ein unverzichtbarer Bestandteil der kommunalen Daseinsvorsorge. Wir wollen die Sozialarbeit an Schulen weiter ausbauen und unterschiedliche Konzepte ermöglichen, um Kinder und Jugendliche frühzeitig zu unterstützen. Transparente Entscheidungsprozesse, gute Kommunikation und echte Bürgerbeteiligung sind dabei zentrale Leitlinien unseres Handelns.
Das Ehrenamt ist eine tragende Säule unseres gesellschaftlichen Zusammenhalts. Wir setzen uns für eine gezielte und wirksame Förderung ehrenamtlichen Engagements ein, wollen die Ehrenamtskarte und die Anlaufstelle für das Ehrenamt im LRA "KOBE" noch stärker bekannt machen und die Gemeinden zur Teilnahme ermutigen. Ehrenamt verdient Anerkennung, Unterstützung und verlässliche Rahmenbedingungen.
Seniorinnen & Senioren
Seniorinnen und Senioren sollen so lange wie möglich selbstbestimmt, aktiv und in Würde leben können. Wir setzen uns für altersgerechte Wohnformen, barrierefreie Infrastruktur und wohnortnahe Beratungsangebote ein. Pflege soll solidarisch, bezahlbar, hochwertig und am Menschen orientiert sein.
Dabei wollen wir die ambulante Pflege stärken, pflegende Angehörige besser unterstützen und innovative Versorgungsmodelle zulassen. Die enge Zusammenarbeit mit dem Bezirk ist hierfür ein wichtiger Baustein.
Gleichzeitig sehen wir die ältere Generation als wertvolle Ressource. Ihre Erfahrungen, Kompetenzen und ihr Engagement bereichern unsere Gesellschaft. Maßnahmen gegen Einsamkeit im Alter, der Ausbau von Nachbarschaftshilfen sowie Unterstützung bei Digitalisierung und Mobilität tragen dazu bei, Teilhabe und Lebensqualität im Alter zu sichern.
Der generationsübergreifende Austausch ist für uns ein Schlüssel zu mehr Verständnis, Solidarität und Zusammenhalt im Landkreis.
Finanzen
Eine solide und verantwortungsvolle Finanzpolitik ist die Grundlage für die Handlungsfähigkeit des Landkreises Weilheim-Schongau. Wir stehen auch künftig für einen sparsamen, transparenten und vorausschauenden Umgang mit den uns anvertrauten Steuergeldern.
Gleichzeitig ist uns bewusst, dass die kommenden Jahre große finanzielle Herausforderungen mit sich bringen werden. Steigende Kosten, neue gesetzliche Aufgaben und wachsende Anforderungen an die kommunale Daseinsvorsorge erfordern eine besonders sorgfältige Priorisierung und Planung.
Trotz aller gebotenen Sparsamkeit müssen weiterhin wichtige Investitionen möglich bleiben. Dazu zählen insbesondere der Erhalt und die Modernisierung der Infrastruktur sowie die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Schulstandorte. Diese Investitionen sind notwendig, um Lebensqualität zu sichern und Zukunftschancen für kommende Generationen zu erhalten.
Zur nachhaltigen Bewältigung kommunaler Aufgaben fordern wir von Bund und Freistaat Bayern die konsequente Einhaltung des gesetzlich verankerten Konnexitätsprinzips. Wer den Kommunen neue Aufgaben überträgt, muss auch die dafür erforderlichen finanziellen Mittel bereitstellen. Nur so können Landkreise, Städte und Gemeinden ihre Verantwortung erfüllen, ohne ihre finanzielle Stabilität zu gefährden.
Eine verlässliche Finanzausstattung ist Voraussetzung für Gestaltungsspielräume vor Ort – für Investitionen, für soziale Sicherheit und für eine verantwortungsvolle Entwicklung unseres Landkreises.
Katastrophenschutz & Krisenresilienz
Der Katastrophenschutz ist ein unverzichtbarer Bestandteil der öffentlichen Daseinsvorsorge im Landkreis Weilheim-Schongau. Tragende Säule dieses Systems sind die überwiegend ehrenamtlich tätigen Kräfte der Freiwilligen Feuerwehren sowie der zahlreichen Einsatz- und Hilfsorganisationen. Ihr Engagement ist Ausdruck gelebter Solidarität und verdient höchsten Respekt und Anerkennung.
Um den Katastrophenschutz zukunftsfähig aufzustellen, ist es entscheidend, die enge Verzahnung von Haupt- und Ehrenamt weiter zu stärken. Professionelle Strukturen, regelmäßige Schulungen und eine gute technische Ausstattung sind dabei ebenso wichtig wie verlässliche Rahmenbedingungen für das Ehrenamt. Gemeinsame Anstrengungen von Freistaat, Landkreisen, Organisationen und Verbänden sind notwendig, um diese Strukturen dauerhaft zu sichern und weiterzuentwickeln.
Neben funktionierenden Einsatzstrukturen braucht es auch eine widerstandsfähige Gesellschaft. Die Stärkung der Krisenresilienz setzt ein allgemeines Krisenbewusstsein voraus. Ziel ist es, Verantwortung nicht allein bei staatlichen Stellen zu verorten, sondern die Eigenvorsorge der Bevölkerung zu fördern und einer reinen „Vollkaskomentalität“ entgegenzuwirken. Gleichzeitig soll die Bedeutung der ehrenamtlichen Einsatzkräfte stärker sichtbar gemacht werden, um neue Mitwirkende für das bayerische Hilfeleistungssystem zu gewinnen.
Zentrale Katastrophenschutzbehörde im Landkreis ist das Landratsamt unter Leitung des Landrats. Dank professioneller Strukturen ist es in der Lage, auf unterschiedlichste Krisen- und Katastrophenszenarien vorbereitet zu reagieren. Dazu zählen extreme Wetterereignisse ebenso wie Brände, Verkehrsunglücke oder hybride Bedrohungen etwa gegen Wasser- oder Energieversorgung. In all diesen Situationen steht der Schutz und die Unterstützung der betroffenen Menschen im Mittelpunkt.
Unser ausdrücklicher Dank gilt allen ehrenamtlichen Kräften der Freiwilligen Feuerwehren, dem Technischen Hilfswerk, dem Bayerischen Roten Kreuz, der Wasserwacht, der Bergwacht sowie allen weiteren Hilfsorganisationen – ebenso den eingesetzten Ärztinnen, Ärzten und Sanitätern. Ihr Einsatz ist unverzichtbar für die Sicherheit und den Zusammenhalt in unserem Landkreis.
Wohnen
Der Landkreis Weilheim-Schongau ist seit Jahren ein attraktiver Zuzugslandkreis. Seriöse Prognosen gehen davon aus, dass die Bevölkerung in den kommenden zehn Jahren um rund acht- bis zehntausend Einwohnerinnen und Einwohner wachsen wird. Diese Entwicklung stellt den Landkreis und seine Gemeinden vor große Herausforderungen, insbesondere beim Thema Wohnen.
Bezahlbarer und bedarfsgerechter Wohnraum ist eine zentrale Voraussetzung für soziale Stabilität, wirtschaftliche Entwicklung und den Zusammenhalt im Landkreis. Deshalb unterstützen wir die Städte und Gemeinden weiterhin aktiv bei der Schaffung von neuem Wohnraum und bei der Entwicklung zukunftsfähiger Wohnkonzepte.
Eine wichtige Rolle kommt dabei der Wohnbau Weilheim GmbH zu, an der der Landkreis als Gesellschafter beteiligt ist. Sie soll auch künftig einen wesentlichen Beitrag zur Wohnraumentwicklung leisten – sowohl durch die Sanierung und Modernisierung von bestehendem Wohnraum als auch durch den Neubau von Wohnungen.
In enger Zusammenarbeit mit den Mitgliedsgemeinden wollen wir sicherstellen, dass neuer Wohnraum bedarfsgerecht, nachhaltig und sozial ausgewogen entsteht. Ziel ist es, Wohnangebote für unterschiedliche Lebenssituationen zu schaffen – für Familien, junge Menschen, Auszubildende, Fachkräfte sowie für Seniorinnen und Senioren.
Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag, um den Landkreis Weilheim-Schongau auch in Zukunft als lebenswerte Heimat für alle Generationen zu erhalten.
Energie & Klima
Wir stehen klar zur Energiewende und bekennen uns zum gemeinsam getragenen Klimaschutzkonzept des Landkreises Weilheim-Schongau. Dieses bildet die Grundlage für eine verantwortungsvolle und langfristig angelegte Energie- und Klimapolitik auf Landkreisebene.
Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf der Energieeinsparung sowie auf dem schrittweisen Umbau der Energieversorgung hin zu einer möglichst vollständigen Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern. Ziel ist es, die Versorgung mit Strom und Wärme künftig nachhaltig, regional und klimafreundlich sicherzustellen.
Besondere Bedeutung messen wir der Nutzung nachwachsender Rohstoffe sowie dem konsequenten Ausbau der erneuerbaren Energien bei. Der Ausbau von Solarenergie und Windkraft soll dabei mit Augenmaß, Akzeptanz in der Bevölkerung und unter Berücksichtigung regionaler Gegebenheiten erfolgen.
Unser langfristiges Ziel ist ein klimaneutraler Landkreis Weilheim-Schongau, der Verantwortung für kommende Generationen übernimmt und gleichzeitig Wertschöpfung in der Region hält.
Ein wichtiger Partner auf diesem Weg ist die Bürgerstiftung EWO Energiewende Oberland, die wir auch weiterhin ausdrücklich unterstützen. Sie leistet einen wertvollen Beitrag zur Information, Beratung und Umsetzung von Projekten rund um die Energiewende im Oberland.
Kultur
Das kulturelle Leben im Landkreis Weilheim-Schongau ist geprägt von einer besonderen Verbindung aus Tradition, Kunst und Musik. Diese Vielfalt bewahrt die regionale Identität und setzt zugleich immer wieder neue Impulse. Kultur ist hier gelebter Alltag – sie verbindet Generationen, schafft Begegnung und stärkt den Zusammenhalt in Stadt und Land.
Im Herzen des Pfaffenwinkels bietet der Landkreis ein beeindruckendes kulturelles Spektrum: von historischen Klöstern und Museen über Konzerte, Theater und Ausstellungen bis hin zu lebendigen Festivals. Tradition und Moderne gehen dabei Hand in Hand und machen die Region für Einheimische wie für Gäste gleichermaßen attraktiv.
Ein herausragendes Beispiel ist das Buchheim Museum der Phantasie in Bernried am Starnberger See mit seiner bedeutenden Sammlung expressionistischer Kunst. Werke der Künstlergruppe „Brücke“ sowie das vielseitige Schaffen von Lothar-Günther Buchheim prägen hier eine Kulturlandschaft von internationalem Rang.
Ebenso weit über die Region hinaus bekannt ist der Konzertsommer in der Wies. In der barocken Wieskirche, einem UNESCO-Weltkulturerbe, verbinden sich Architektur, Akustik und Musik zu einem einzigartigen kulturellen Erlebnis. Sakrale Tradition und hochkarätige Konzerte schaffen hier eine besondere Atmosphäre.
Zahlreiche Heimat- und Spezialmuseen ergänzen das kulturelle Angebot im Landkreis. Das Auerbergmuseum in Bernbeuren vermittelt die Siedlungsgeschichte der Region, die Bergbaumuseen in (Hohen-)Peißenberg, Peiting und Penzberg erinnern an die industrielle Vergangenheit, und das Kupfermuseum in Pähl zeigt traditionelles Handwerk und Kunstfertigkeit.
Eine zentrale Rolle spielen außerdem Feste und Bräuche. Volksfeste, Leonhardifahrten oder das Maibaumaufstellen sind Ausdruck lebendiger Tradition und wichtige Orte der Begegnung. Theatergruppen, Blaskapellen und Chöre bereichern das kulturelle Leben in den Gemeinden und tragen entscheidend zur kulturellen Vielfalt bei.
Auch die Natur ist eng mit Kultur verbunden. Klöster wie Polling, Rottenbuch oder Wessobrunn sind nicht nur spirituelle Orte, sondern auch Zentren für Konzerte, Ausstellungen und Führungen. Die Landschaft des Pfaffenwinkels dient immer wieder als Inspirationsquelle für künstlerisches Schaffen.
Als Landkreis unterstützen wir Kultur aktiv: durch finanzielle Förderung von Kulturveranstaltungen auf Antrag sowie durch die regelmäßige Verleihung eines eigenen Kulturpreises, mit dem besondere kulturelle Leistungen und engagierte Kulturschaffende gewürdigt werden. So stärken wir Kultur als wichtigen Bestandteil unserer regionalen Identität und Lebensqualität.
Asyl & Integration
Der Landkreis Weilheim-Schongau steht für eine verantwortungsvolle, menschenwürdige und realistische Asyl- und Integrationspolitik. Wir wissen: Flucht und Migration stellen Kommunen vor große Herausforderungen – organisatorisch, finanziell und gesellschaftlich. Gleichzeitig tragen wir eine humanitäre Verantwortung gegenüber Menschen, die Schutz suchen.
Wir setzen uns auch weiterhin dafür ein, dass dem Landkreis zugewiesene Asylsuchende und Flüchtende menschenwürdig untergebracht werden. Dabei lehnen wir zentrale Großunterkünfte ausdrücklich ab. Solche Einrichtungen erschweren Integration, belasten das soziale Umfeld und stoßen in den Gemeinden häufig auf geringe Akzeptanz.
Stattdessen unterstützen wir eine dezentrale Unterbringung, die in enger Abstimmung mit den betroffenen Städten und Gemeinden erfolgt. Dezentrale Lösungen ermöglichen bessere Betreuung, fördern das Zusammenleben vor Ort und erleichtern den Zugang zu Bildung, Arbeit und sozialem Leben. Integration gelingt dort am besten, wo Menschen nicht ausgegrenzt, sondern Teil der Gemeinschaft werden können.
Ein zentraler Baustein erfolgreicher Integration ist der frühe Zugang zum Arbeitsmarkt. Arbeit schafft Struktur, Selbstständigkeit, Perspektiven und gesellschaftliche Teilhabe. Deshalb unterstützen wir alle hauptamtlichen und ehrenamtlichen Angebote, die Integration fördern, Sprachkenntnisse vermitteln und den Einstieg in Ausbildung oder Beschäftigung ermöglichen.
Besonderer Dank gilt den vielen Ehrenamtlichen, Initiativen, Vereinen und Organisationen, die mit großem Engagement dazu beitragen, Integration im Alltag zu leben. Ihr Einsatz ist unverzichtbar für ein gelingendes Miteinander und verdient Anerkennung und Unterstützung.
Unser Ziel ist eine Asyl- und Integrationspolitik mit Augenmaß: human, kommunal verträglich und klar strukturiert. Integration gelingt dort, wo Verantwortung, Ordnung und Menschlichkeit zusammenkommen – im Interesse der Betroffenen ebenso wie der gesamten Gesellschaft im Landkreis Weilheim-Schongau.
